07.04.2017 / Artikel / / , , , , , , ,

Erfolgreiche Motionen für Velofahrer und Schulkinder

Wer in den frühen 80er-Jahren geboren wurde, kannte es noch. Es war für uns der Startschuss in den Sommer, mit tschüttele, schwimmen, am freien Mittwochnachmittag in der Sonne liegen und mit Sprungturm. Die ganz mutigen wagten sich jeweils um 17 Uhr auf den Siebeneinhalber oder aufs Zehnmeter. Bald ist das gratis Badi-Kärtli der Stadt Solothurn wieder zurück.

Aus Spargründen hat die Stadt Solothurn Ende der 90er-Jahre den Gratiseintritt für Stadtsolothurner Kinder aufgehoben. Eingesprungen ist damals die Regiobank, die Kindern für ein Jugendkonto mit Einlage das Badi-Kärtli nach wie vor schenkte. Auch heute können Regiobank-Kunden unter 16 Jahren noch gratis ein Saison-Abo für die Badi Solothurn beziehen. Die dafür notwendige Einlage beträgt mittlerweile aber 500 Franken.

Mit einer Motion haben die Grünen nun gefordert, auch aufgrund der finanziell guten Situation der Stadt Solothurn, das kostenlose Badi-Kärtli für 6-16-jährige wieder einzuführen. Im Sinne der Jugend- und der Sportförderung ist dies ein Anliegen, das auch die CVP der Stadt Solothurn unterstützt. Der gleichen Meinung war auch eine Mehrheit im Gemeinderat (CVP, Grüne, SP), die FDP hingegen konnte dem Anliegen für die jungen Menschen in der Stadt nichts abgewinnen.

Die Mindereinnahmen, die damit entstehen, hat die Stadt auf rund 100’000 Franken geschätzt. Dieser Betrag dürfte aber zu hoch angesetzt sein, sind darin doch die Eintritte aller Kinder eingerechnet, auch der Ausserstädtischen. Die Gratis-Karte werden aber nur in Solothurn wohnhafte Schulkinder erhalten. Die CVP und auch die Motionäre gehen von rund 30’000 Franken aus. Ein Betrag, den sich die Stadt gerade im Hinblick auf die soeben veröffentlichte Rechnung (Bericht folgt in Kürze) leisten kann. Rund 1200-1300 Schulkinder dürfen sich nun also wieder über die schöne Post und den Startschuss in den Sommer freuen.

Veloparadies Solothurn

Nun gut, es sind nicht gerade holländische Verhältnisse für Velofahrer in der Stadt Solothurn. Aber mit zwei Motionen aus den Reihen der CVP (Vaubanweg) und der Grünen (Westbahnhofstrasse) hat der Gemeinderat weitere Massnahmen für den Langsamverkehr beschlossen. In Zukunft dürfen Velofahrer vom Soldatendenkmal durch den Stadtpark zum Baseltor oder zum Franziskanertor beim Kunstmuseum den Weg benützen, zusammen mit den Fussgängern. Das bestehende Fahrverbot wird aufgehoben. Die Anwohner des Fegetzquartiers wird es freuen, dass die CVP mit dieser Motion den direkten Velozugang zur Altstadt ermöglicht hat. Einzig an Grossanlässen wie zum Beispiel der HESO wird auf dem Vaubanweg temporär wieder ein Fahrverbot herrschen.

Ein zweite Motion von Seiten der Grünen forderte für die Weststadt einen ähnlichen Zugang. Velofahrer mussten bis anhin von der Westbahnhof-Unterführung her kommend einen Bogen fahren, da die Westbahnhofstrasse im nördlichen Teil (bei der Regiobank) eine Einbahnstrasse ist. Diese Einbahn wird künftig für Velos aufgehoben, damit diese direkt Richtung Amthausplatz fahren können. Aufgehoben werden gemäss Beschluss des Gemeinderats damit auch sechs Parkplätze auf der Südseite, damit die Signalisierung und Sicherheit des Velowegs gewährleistet ist. Die CVP unterstützt diese Massnahme im Grundsatz. Einziger Wehrmutstropfen: In Kürze wird im Zuge der Ortsplanungsrevision das Gebiet Postplatz/Westbahnhof ganzheitlich analysiert und geplant. Eine Planung der Veloverbindung wäre auch dann möglich gewesen und wäre auf das ganze Gebiet abgestimmt. Die CVP wird aber die sechs aufgehobenen Parkplätze nicht vergessen und in der Ortsplanungsrevision auch die Interessen unseres städtischen Gewerbes wahrnehmen.

Gelebte Integration für Menschen mit Behinderung

Vor der Ratssitzung hatten die Stadt-Solothurner Exekutivmitglieder die Gelegenheit, den Heimart-Laden am Stalden 4 zu besuchen und kennen zu lernen. Der Laden ist ein Gemeinschafts-Projekt von 16 Institutionen für Menschen mit Behinderung. Angeboten werden selbst hergestellte Produkte wie Spielzeug, Schmuck und Dekorations-Artikel, Kleidungsstücke und sogar Lebensmittel. Menschen mit Behinderung haben im Heimart-Laden die Gelegenheit, dank ihrer Arbeit und ihrer Produkte direkt mit Kunden in Kontakt zu kommen. Mit dem Erlös soll das schmucke Geschenklädeli mit eigenem Atelier im ersten Stock dereinst selbsttragend werden, daher auch der prominente Standort in der Solothurner Altstadt. Für die CVP der Stadt Solothurn ist das Heimart-Projekt ein hervorragendes Beispiel für eine soziale Marktwirtschaft und für die gesellschaftliche und ökonomische Integration von Menschen mit einer Behinderung. Wir können Ihnen einen Besuch im Heimart-Laden bei der nächsten Geschenksuche wärmstens empfehlen.

Einen detaillierteren Bericht über den Heimart-Laden finden Sie auf der Seite der Solothurner Zeitung unter folgendem Link: http://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/stadt-solothurn/mitten-im-leben-der-laden-von-menschen-mit-behinderung-etabliert-sich-131189544

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