24.09.2017 / Artikel / /

Herzliche Gratulation! Pascal Walter ist Solothurns neuer Vize-Stadtpräsident

Der 33-jährige CVP-Gemeinderat Pascal Walter wurde im zweiten Anlauf mit 2640 Stimmen zum Vize-Stadtpräsidenten gewählt. Für seinen Gegenkandidaten Heinz Flück (Grüne) stimmten lediglich 2286 Solothurner.

Mit einem «Gläsli Wysse» stiess Pascal Walter am Sonntag nach 14 Uhr auf seinen Sieg an. Der 33-jährige CVP-Gemeinderat sicherte sich im zweiten Wahlgang das Vize-Stadtpräsidium. 2640 Stimmen holte er und lag so 354 Stimmen vor seinem grünen Kontrahenten Heinz Flück. Gegenüber dem ersten Wahlgang am 2. Juli – ohne absoluten Sieger – hat Walter seinen Vorsprung ausgebaut.

Damals lag die Differenz bei 151 Stimmen. «Ich bin erleichtert, dass es geklappt hat», sagte der Nachfolger von Parteikollegin Barbara Streit-Kofmehl. Gerade in den zweiten Anlauf hat die CVP noch merklich mehr Effort geleistet: «Es hat uns bestimmt geholfen, dass wir ein Komitee mit rund 80 Leuten hatten, und Inserate, Flyer, Auftritte, sowie Beiträge in den sozialen Medien lancieren konnten.» Doch letzten Endes wisse man es trotzdem nicht.

Auch im zweiten Wahlgang knapper Vorsprung

Insbesondere befürchtete Walter, dass man zum Ausgleich des bürgerlich besetzten Stadtpräsidiums einen Kandidaten aus dem links-grünen Lager wählen könnte. Auch habe Kurt Fluri als «Zugpferd» im ersten Wahlgang eine Sogwirkung für den Urnengang ausgeübt, der im zweiten fehlte. «Und letztlich war denn auch der Vorsprung von rund 350 Stimmen im zweiten Wahlgang sehr knapp.» Walter freut sich nun auf die Kooperation mit Kurt Fluri. «Wir werden bald einen Termin vereinbaren, um diese Zusammenarbeit aufzugleisen.»

Pascal Walter ist seit acht Jahren Gemeinderat, seit zwei Jahren als ordentliches Mitglied. Walter ist Finanzfachmann bei Pricewaterhouse Coopers. Er ist verheiratet und Vater zwei kleiner Kinder. Zu seinen Hobbys zählen Skifahren, Klavier, Fasnacht und die Pfadi. Nicht von ungefähr hatte er als Wahlargument deshalb auch seine Nähe zur Jugend ins Feld geführt.

Enttäuscht, aber nicht überrascht

Der unterlegene Heinz Flück zeigt sich «natürlich enttäuscht, aber nicht völlig überrascht» vom Wahlausgang. Auch ihm sei die Kampagne für Pascal Walter im zweiten Anlauf des Wahlkampfes nicht entgangen. «Die Kampagne kam fast im Ausmass daher, wie wir sie vom Wahlkampf ums Stadtpräsidium in Erinnerung haben», analysiert Flück im Nachgang: «Eine solche hatten wir natürlich niemals.»

Seine Hoffnungen, die Stimmbürger würde im Sinne einer Abbildung politischer Verhältnisse zumindest fürs Vize-Amt einen links-grünen Kandidaten durchwinken, zerstreuen sich mit der Niederlage. Auch das «Plus» an Erfahrung, das er im Wahlkampf erwähnte, schien zu wenig zu fruchten.

Stadtpräsident Kurt Fluri sieht die politische Nähe seines «Flügelmanns» als Vorteil. «Aber auch mit Flück hätte ich mir eine gute Zusammenarbeit vorstellen können.» Weiter relativiert Fluri den Stellenwert des Vizes: «So lange es mir gut geht, wird er nicht viel zu tun haben.» Und aufgrund von gleichzeitigen repräsentativen Terminen dürfte der Vize erfahrungsgemäss durchschnittlich zweimal monatlich «ausrücken.»

Beteiligung bei knapp 45 Prozent

Knapp 45 Prozent der städtischen Stimmbürger legten für den einen oder anderen Kandidaten die Stimme ein. Zum Vergleich: Bei den nationalen Vorlagen lag die städtische Stimmbeteiligung zwischen 48 und 49 Prozent, bei der kantonalen Abstimmung bei knapp 45 Prozent.

(Quelle: https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/stadt-solothurn/pascal-walter-ist-solothurns-neuer-vize-stadtpraesident-131743146)

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