08.04.2021 / Quartiere / /

Quartier Vorstadt

Die Vorstadt – Die mindere Stadt?

Die Vorstadt wurde historisch auch die mindere Stadt genannt. Bis ins 18. Jahrhundert wohnten in diesem Stadtteil überwiegend die Arbeiterklasse und einfache Leute. Bis in die heutige Zeit hat sich das aber grundlegend verändert. Von einer minderen Stadt kann längst nicht mehr die Rede sein.

Die Vorstadt entwickelte sich in den letzten Jahren enorm weiter. Kleine Ladenflächen und günstige Mieten ermöglichen innovativen Startups Fuss zu fassen. Mit Gewerbe, Gastrobetrieben und lebenswerten Wohnquartieren bilden sie diesen typisch bunten Mix. Genau das macht den Charme der modernen Vorstadt aus.

Nach der Innenstadt bietet die Vorstadt mit den südlichen Stadtgebieten die zweitmeisten Arbeitsplätze in der Stadt. Zudem wohnen in diesem Stadtteil rund 15 Prozent der städtischen Bevölkerung. Die Vorstadt bietet ältere und neue Quartiere, sowie gute Anschlüsse an die Autobahn und den öffentlichen Verkehr.

Das Potenzial

Der Aufschwung der Vorstadt mit den südlichen Stadtgebieten muss weiter vorangetrieben und nachhaltig gefestigt werden. Trotz der vielen positiven Entwicklungen in der Vorstadt gibt es noch Herausforderungen zu bewältigen. Es ist unser Anliegen, diese anzugehen und gute Lösungen zu finden Da sind zum einen einige renovationsbedürftige Liegenschaften, beispielsweise westlich des Bahnhofes, zum anderen der Verkehr. Obschon sich in der Vorstadt viel Positives im Bereich der Verkehrsführung getan hat, es wurden Trottoirs verbreitert oder die Wengibrücke für den privaten Verkehr gesperrt, besteht nach wie vor Entwicklungspotenzial.

Mit der geplanten Überbauung der ehemaligen Oetterli-Fabrik für über 20 Millionen ist ein weiterer Stein gelegt, um die moderne Umgestaltung von der Berntorstrasse bis hin zum Rosengarten weiterzuführen.

Dafür setzen wir uns ein

Unser Anliegen ist die Förderung der Durchmischung von Wohnquartieren, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, um mit neuen Einwohnerinnen und Einwohnern, Gästen und Kunden die Vorstadt weiter zu beleben. So werden die guten Voraussetzungen für das kleine und feine Gewerbe noch besser. Gleichzeitig sollen die charmanten Begegnungsorte und grünen Erholungsgebiete erhalten bleiben. Mit einem vielfältigen Angebot an Läden, Kulturstätten und -anlässen soll die Vorstadt ein attraktiver Ort zum Verweilen, Spazieren und Einkaufen sein. Nicht zuletzt gehört zu einem vollständigen Quartier ein Schulhaus für alle Stufen der Primarschule mit sinnvollen Tagesstrukturen.

Mitgestaltung des öffentlichen Lebens

Wir wollen in die positive und nachhaltige Entwicklung der letzten Jahre, mit dem Fokus auf gesunde Finanzen, weiterhin investieren. Damit unsere Anliegen im Gemeinderat Gehör finden, braucht es Vertreterinnen und Vertreter aus der Vorstadt, die sich bei grösseren Bauprojekten, aber auch bei kleinen, stetigen Verbesserungen einbringen. Die Mitsprache der Vorstadtbevölkerung bei Entscheidungen zum öffentlichen Leben soll gewährleistet werden.

Lasst uns die Herausforderungen anpacken, damit der Ausdruck «die mindere Stadt» weiterhin nur die historische Bezeichnung der Vorstadt bleibt.